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Werte und Kriterien bestimmen mein Leben

 
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Haben Sie sich schon einmal Gedanken darüber gemacht, was für Sie einen Wert in Ihrem Leben darstellt?

Nachfolgend zwei Beispiele aus der Statistik: ( Wirtschaftswoche Nr. 24 / 2004 )

A. Veränderung von Werten und Interessen deutscher Manager in 2004 gegenüber 2002. ( Wert 2002 = 100 )
(Bitte beachten Sie, dass hier neben den Werten auch Interessen untersucht wurden, was nicht ganz dasselbe ist.)

Aufsteiger gegenüber 2002 Absteiger gegenüber 2002

Kernenergie

111 Tanz / tanzen 91
Pflicht 111 Paris 91
Drachenfliegen 111 Freiheitsstatue 91
Online-Shopping 108 Aktien / Wertpapiere 91
Lernen 108 Reformen 90
Segeln 107 New York 90
Hochgebirge 107 Zeitungen / Zeitschriften 89
Ballonfahren 107 Veränderungen 89
Christentum 107 Popmusik 89
Ewige Jugend 106 Frankfurt / Main 89
Spannkraft im Alter 106 Düsseldorf 89
Kinder 106 USA 85
Marathonlauf 106 Euro 72
Klassische Musik 106
Selbst Sport treiben 106
Familie 106

Dieses Beispiel zeigt, dass sich Werte über die Zeit auch verändern können.

Und nun noch eine Tabelle aus der gleichen Untersuchung, die zeigt, welche Faszination verschiedene Werte für deutsche Manager im Jahr 2004 hatten.
( Maximaler Fazinationswert = 10,00)

  Frieden 8,8  
  Gesundheit 8,5
  Freundschaft 8,2
  Liebe 8,2
  Freiheit 8,1
  Intelligenz 8,0
  Glück 7,9
  Sicherer Arbeitsplatz 7,8
  Unabhängigkeit 7,8
  Ehrlichkeit 7,7
  Familie 7,6
  Treue 7,4
  Kinder 7,3
  Spannkraft im Alter 7,1
  Humor 7,0
  Gemütlichkeit 6,8
  Abenteuer 6,4
  Geiz 2,1  

Oft sind uns die wirklichen Werte, nach denen wir unser Leben einrichten nicht bewußt. Das kann mehrere Ursachen haben.
1. Wir haben uns noch nie diese Frage gestellt.
2. Es ist mit dem Älterwerden und veränderten Lebensumständen ein Wertewandel eingetreten.
3. Wir vertreten nach außen Werte und glauben auch daran, die von unserem Innersten nicht unterstützt werden.

Es ist jedoch äußerst wichtig zu wissen, was die wirklichen Werte sind, die mein Leben bestimmen

Innere Werte sind die Gründe dafür, warum wir etwas tun oder nicht tun.
Sie sind eine entscheidende unbewußt treibende Kraft in uns. Sie bestimmen den ethischen Rahmen, innerhalb dessen wir uns bewegen.

Gerade weil unsere Werte so wichtig sind, reagieren wir überaus empfindlich und verletzbar. Verletzen wir selbst unsere höchsten Werte, so fühlen wir uns schuldig, verletzen andere unser höchsten Werte, so ärgern wir uns und fühlen uns respektlos behandelt.

Innere Werte und Lebensqualität sind eng miteinander verbunden. Wenn wir unsere höchsten Werte beschreiben, so benützen wir Worte wie Liebe, Respekt, Sicherheit, Spaß, Freude, Ehrlichkeit usw.

Wenn wir unsere höchsten Werte im Privat- und Arbeitsbereich leben können, haben wir das Gefühl, dass das Leben einen Sinn hat und hohe Lebensqualität vorhanden ist.

Wenn unsere Arbeit es uns ermöglicht, unsere Werte zu leben, macht die Arbeit Spaß und unsere Tätigkeit gelingt viel effektiver. Wenn unsere Werte bei der Arbeit nicht umgesetzt werden können, werden wir das Gefühl haben, dass uns etwas fehlt oder wir "nur unseren Job tun".  Die Arbeit wird dann mühsam und wenig effektiv sein, wir werden ausgelaugt und müde fühlen. Es scheint, dass wir langfristig nur dann erfolgreich sein können, wenn wir unsere Werte klar kennen und ihnen gemäß leben. Ist dies möglich, sind wir mit unserer Arbeit und unseren Arbeitsbeziehungen  in Resonanz und zufrieden.

Ähnliches gilt für den Privatbereich. Eine intime Beziehung wird für uns nur dann befriedigend sein, wenn wir unsere Werte dort leben können. Ist dies nicht möglich, werden wir das Gefühl haben, dass uns etwas fehlt. Meist beschuldigen wir dann die anderen und wünschen uns, dass sie etwas verändern, damit es uns gut geht.

Wenn wir konstant unsere Werte nicht leben können, fühlen wir uns frustriert, ausgelaugt, deprimiert oder gestreßt.
Wir werden versuchen, etwas zu verändern, bis unser Wert wieder lebbar wird. Ist das nicht möglich, und bleiben wir weiterhin in derselben Situation, kann es geschehen, dass wir krank werden, nur noch vor dem Fernsehgerät sitzen, dem Alkohol, Drogen oder dem Essen verfallen.

Wir alle brauchen Werte, um uns auf etwas zubewegen zu können. Das Gefühl von innerer Harmonie und persönlicher Ganzheit und Geschlossenheit beruht auf der Übereinstimmung zwischen unserem aktuellen Verhalten und unseren Werten.

Unsere Werte - man könnte sagen: die negativen Werte - bestimmen aber auch wovon wir uns wegbewegen.

Werte sind der Schlüssel zur Vorhersage und zum Verständnis menschlichen Verhaltens; sie öffnen das Tor zu unseren größten inneren Kräften.

Die meisten Werte werden uns in der Kindheit entweder durch Strafe und Belohnung oder durch Beispiele unserer erwachsenen Vorbilder einprogrammiert. Später im Leben werden die Werte zunehmend durch Menschen bestimmt, mit denen wir beruflich oder privat Kontakt haben. Unsere Werte ändern sich mit veränderten Lebensumständen, so wie sich auch unsere Lebensumstände auf der Orientierung auf unseren Werten beruhen.

Die meisten Menschen sind sich vieler ihrer Werte nicht bewußt. Sie wissen häufig nicht, warum sie bestimmte Dinge tun oder ablehnen.

Viele Konflikte zwischen einzelnen Menschen, zwischen Gruppen von Menschen und auch zwischen Nationen oder Religionen entstehen durch Unterschiedlichkeit oder Gegensätzlichkeit von Werten. Dabei können wir manchmal nicht klar unterscheiden ob die Wertdifferenzen Ursache der Konflikte waren oder ob andere Ursachen dazu führen, dass Wertkonflikte heraufbeschworen werden.

Auch im inneren von uns Menschen gibt es solche Wertkonflikte. Das vorhandensein solcher Konflikte äußert sich in innerer und äußerer Zerrissenheit, Enschlußlosigkeit, dem Gefühl hin- und hergerissen zu sein.

Unsere Werte habe eine bestimmte Rangfolge. Es gibt Werte, auf die wir in bestimmten Situationen nicht verzichten würden und andere die von untergeordneter Bedeutung sind. Die Kenntnis dieser Wertehierarchie ist eine wichtige Information über uns selbst, unsere Motivation und die Ursache für viele unserer Verhaltensweisen.

Genauso wichtig ist es, sich mit der Wertehierarchie anderer Menschen zu beschäftigen, die mit uns in Kontakt sind. Denn auch deren Verhaltensweisen und Motivation kann uns eine gute Kenntnis ihrer Werte und Wertordnung wertvolle Hinweise geben.
Je näher uns diese Menschen sind, umso wichtiger sind diese Informationen. Bei der Begründung von Lebenspartnerschaften ist ein Austausch über die Werte des jeweils anderen und deren Akzeptanz nahezu unerläßlich.
Auch im beruflichen Alltag bringt die Kenntnis der Wertvorstellung von Geschäftspartnern, Kollegen, Vorgesetzten und Mitarbeitern.

Auch Unternehmen sollten Werte und Wertehierarchien formulieren. Für sie ist es wichtig, dass alle Mitarbeiter die Werte zumindest akzeptieren, noch besser sich damit solidarisch erklären können.

 
     

Was sind überhaupt Werte?

Beispiele finden Sie hier

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