Dieses Seminar ist als Übungsseminar aufgebaut und bringt deshalb weniger Inhaltstransfer als andere Kommunikationsseminare.
Dafür steht das Üben mit den Voraussetzungen für eine gute Kommunikation im Vordergrund. Dies soll ermöglichen, das die sonst erforderliche Übungsphase beim Lerntransfer in den Alltag auf ein Minimum reduziert wird und die Teilnehmer die Inhalte sofort anwenden können.
Zunächst erfahren die Teilnehmer welches Wunder es bedeutet, das Kommunikation zwischen verschiedenen Menschen überhaupt funktioniert, weil sie lernen, dass die Vorstellungen und Modelle von der Welt der einzelnen Menschen so unterschiedlich sind. Hinzu kommen die unterschiedlichen Wertvorstellungen und Ansichten über das was ihnen wichtig ist und was nicht.
Die Teilnehmer lernen und üben, wie mit diesen unterschiedlichen Modellen von der Welt dennoch kommuniziert werden kann, wenn es gelingt, die jeweils anderen Modelle zu erkennen und in der Kommunikation zu berücksichtigen.
Die sinnlich konkrete Wahrnehmung ist der erste Schritt dazu. Nicht was ich mir über den anderen phantasiere und mir vorstelle hat Bedeutung sondern nur das, was ich konkret wahrnehmen kann.
Zur Wahrnehmungsschulung werden Übungen durchgeführt.
Wenn ich den Gegenüber sinnlich konkret wahrnehme, so kann ich über sein Modell von der Welt schon eine Menge aussagen. Wie ist seine Haltung, sein Gesichtsausdruck, welche Stimmlage hat her, spricht er schnell oder langsam etc.
Wir üben und lernen aus all den Beobachtungen ein erstes Bild des Gegenüber zu konstruieren, immer der Tatsache bewußt, dass die Wahrnehmungen real, die Schlüsse daraus jedoch Hypothesen sind.
Nun gleichen wir uns dem anderen soweit wie möglich an, indem wir ähnliche Positionen einnehmen, und das Verhalten annähern. Die Teilnehmer sind immer wieder verblüfft, wie solch kleine Reaktionen das gesamte Kommunikationsverhalten des Gesprächspartners verändern.
Ergänzend werden im Seminar noch die anderen nicht sprachlichen Möglichkeiten behandelt, das Modell der Welt des Gesprächspartners zu erkennen und zu verstehen.
Zum Abschluss wird noch besprochen und ein Eindruck davon vermittelt, wie die bisher erkennbaren nonverbalen Hinweise auf die Modelle von der Welt auch auf der sprachlichen Ebene ihre Entsprechung finden und wie wir unsere Hypothesen über den anderen so verifizieren können.
Den eigentlichen sprachlichen Bereich, der von uns immer wieder überbewertet wird, behandeln wir im Basisseminar II. |